Motorradreisen Norwegen Teil 1

Was fasziniert so am Verreisen mit dem Motorrad? Ich denke das entscheidet jeder für sich selbst. Sei es der Minimalismus oder die Selbstbestimmtheit. Keiner schreibt dir vor, wie oder wann und wohin du fahren sollst. Einzig das Platzangebot auf deiner Maschine beschränkt dich etwas.

Meine Maschine ist noch „Jung“ denn ich habe sie noch nicht so lange. Aber sie fährt sich sehr gut. Das reisen auf ihr ist weder anstrengend noch unbequem. Lange Strecken sind durch die große Sitzfläche sehr angenehm. Mir brannte noch nie der Hintern :). Eine Suzuki VL 1500 Intruder LC für den Interessierten Nutzer.

Letztes Jahr (2022) habe ich mit Freunden eine Reise durch Norwegen unternommen. 3500 KM in 2 Wochen.

Im Vorfeld wurde eine Route heraus gesucht, günstige Alternativen für die Fähre, ein Haus von wo aus wir unsere Tagestouren machten. Diese Planung hat jemand übernommen der schon einige Touren in die Nordländer unternommen hat. Vielen Dank an dieser Stelle nochmal dafür.

Los ging die wilde Fahrt von Rostock Fährhafen. Treffen mit den Freunden und Tanken. Man weiß ja nie, wann die nächste Tankstelle kommt. Auf die Fähre zu kommen war kein Thema, Karten waren schon im Vorfeld gekauft worden. Mopped das erste mal auf einem Schiff befestigen hat schon etwas mehr mühe gekostet. Aber auch das haben wir geschafft. Dann zuckelte die Fähre Richtung Gedser Dänemark los. In Gedser um 9.30 Uhr angekommen, hieß es erstmal Gepäck nachzurren und ab auf den Weg.

Kurzer halt an der Brücke und posieren für ein Foto. Geschafft, auf in den Sattel und weiter nach Kopenhagen, denn um 15.00 Uhr soll Checkin auf die Fähre nach Oslo sein.

Eigentlich nicht so dramatisch, die paar Kilometer, aber mit dem Mopped ist es immer etwas anders als gedacht und erwartet. Für 154 km haben wir dann fast 5 Stunden gebraucht. Naja, der Weg ist das Ziel, uns hetzt ja keiner. Bis auf die Zeit. An diesem Tag waren es dann zur Mittagszeit bestimmt 25-28 Grad. Schön zum Fahren, aber nicht zum halten. Letztendlich waren wir dann doch in Kopenhagen im Hafen angekommen und da war die Zollschranke noch zu. Weit und breit niemand zu sehen. Also absteigen und warten. Bei den Dänen ist es ja nicht wie bei uns in Deutschland, die öffentlichen Toiletten stehen offen! Punkt 15 Uhr öffnet sich die Schranke und wer denkt es geht gleich aufs Schiff, der hat geirrt. Nochmal fast ne Stunde warten bis „Das Boot“ fertig zum beladen ist. Aber dann. Rein in den Bauch und schön an die Seite, Magnetschuhe und Zurrgurte fest machen. Gepäck runter was man für die Nacht braucht und ab in die Kajüte, Bullaugen gabs keine 😉 Bisschen Angst hatte ich schon um meine Kleine, ganz alleine und verlassen im Bauch des Schiffes, aber nach ein- bis drei Bierchen, war sie fast vergessen.

Motorräder im Bauch der Fähre nach Oslo. In einer Reihe und fest verzurrt.

Die Abfahrt aus Kopenhagen per Schiff. Und Die Ankunft am Nächsten Tag im Oslofjord.

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